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EU Landwirtschaft und der Green Deal – ein Ziel auf Kosten anderer Kontinente?

Die allgemein positive wahrgenommene Planung der EU-Bürokratie, den Wirtschaftsraum deutlich nachhaltiger zu gestalten (s. hier), wird seitens der Wissenschaft teilweise skeptisch kommentiert. Richard Fuchs et al. warnen in einem Kommentar in Nature (hier; korrigierte Version vom 21.12.20), dass die gegenwärtige und womöglich auch die geplante Handelspolitik die regionalen Umweltziele lediglich auf Kosten der Umweltintegrität auf globaler Ebene erreichen könnte. Beispielhaft nennen sie den Zwang zur Beimischung von Biodiesel oder die induzierte Abholzung durch den Futtermittelanbau in Südamerika oder Südostasien. Sie fordern daher eine stringentere und nachvollziehbarere Zertifizierung von Umweltstandards ausserhalb der EU, und eine Ausweitung der landwirtschaftlichen Produktion innerhalb der EU (sustainable intensification).



EU Agriculture and the Green Deal - achievement at the expense of other continents?


The generally positive perceived planning of the EU bureaucracy to make its economy significantly more sustainable (see here), is on the part of science partially seen with skepsis. In a comment in Nature (here; corrected version dated December 21, 2020) Richard Fuchs et al. argue that the current and possibly also the planned trade policy may achieve its environmental goals only at the expense of the environmental integrity on a global scale. They mention the mandatory add of biodiesel to fuels or the induced deforestation for producing animal feeds in South America or Southeast Asia as examples. In consequence, the authors therefore call for more stringent and comprehensible certification of environmental standards outside the EU, and an expansion of agricultural production within the EU (sustainable intensification).

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